In den Quartieren Sumpf und Obstgarten hat sich die invasive Ameisenart Tapinoma magnum stark ausgebreitet. Rund 35’000 Quadratmeter sollen inzwischen betroffen sein. Die Bekämpfung dürfte aufwendig und teuer werden.
Die sogenannte Grosse Drüsenameise Tapinoma magnum hat sich in Merlischachen in den Quartieren Sumpf und Obstgarten stark ausgebreitet. Nach Angaben des kantonalen Amts für Gewässer umfasst das bekannte Befallsgebiet rund 35’000 Quadratmeter. Der Bote der Urschweiz berichtet von rund 39 betroffenen Häusern.
Die invasive Ameisenart kann grosse, miteinander verbundene Kolonien bilden. Das Bundesamt für Umwelt weist darauf hin, dass invasive Ameisen unter anderem über Pflanzen und Erdmaterial verschleppt werden können und sich auch in Siedlungsgebieten etablieren.
Eine wirksame Bekämpfung dürfte deshalb nur koordiniert über mehrere Grundstücke hinweg möglich sein. Gemäss dem Zeitungsbericht werden die Kosten für Bekämpfung, Monitoring und Koordination derzeit auf rund eine halbe Million Franken geschätzt. Der Kanton stelle eine Beteiligung von etwa 20 bis maximal 30 Prozent in Aussicht; die genaue Kostenaufteilung zwischen Kanton, Bezirk und Grundeigentümern ist noch offen.
Auch Schäden an Gebäuden sind möglich. In einem betroffenen Gebäude seien bereits Reparatur- und Umbauarbeiten im Umfang von ungefähr 40’000 bis 50’000 Franken erforderlich geworden.
Der Kanton Schwyz arbeitet zudem an einem erweiterten Massnahmenplan Neobiota, der künftig auch invasive Tierarten stärker berücksichtigen und Zuständigkeiten sowie Finanzierung klarer regeln soll.
Quelle: Bote der Urschweiz, 23. September 2026: «Ameisenplage in Wohnquartier kostet eine halbe Million Franken».

